Bärenstarke Hinrunde als Ansporn
VfR Mannheim startet bei der TSG Backnang in die Rückserie
(mk) Nach dem Gala-Auftritt in Oberachern steht für den VfR Mannheim am Samstag (14.00 Uhr) bei der TSG Backnang das erste Spiel der Rückrunde an. Alle wichtigen Infos zur Partie, die möglicherweise auf dem Kunstrasenplatz ausgetragen wird, sind im Folgenden zusammengefasst.
Der Gegner
Aktuell zählt die TSG Backnang nicht zu den formstärksten Teams der Oberliga Baden-Württemberg. Aus den vergangenen sechs Partien konnte lediglich das Heimspiel gegen den aktuellen Tabellenvorletzten 1. FC Normannia Gmünd (2:1) gewonnen werden. Ansonsten gab es gegen durchaus anspruchsvolle Gegner vier Niederlagen sowie ein Unentschieden zu verbuchen. Apropos anspruchsvoller Gegner: Vergangenen Sonntag lieferten die personell arg gebeutelten Etzwiesen-Kicker dem Ligaprimus VfR Aalen einen packenden Kampf. Am Ende unterlag die TSG trotz aufopferungsvoller Leistung vor 600 Zuschauern mit 1:3 (1:0). Tabellarisch rangiert Backnang gegenwärtig auf dem 13. Platz. Der Rückstand auf den Tabellenneunten beträgt allerdings nur drei Zähler. Insgesamt fehlt es der TSG nach Angaben des sportlichen Leiters Marc Erdmann zurzeit vor allem an Kontinuität. Gegenüber dem Fachmagazin „Kicker“ sprach Erdmann von Leistungsschwankungen, die sich „teilweise sogar innerhalb einer Partie“ offenbaren.
Stimmen zum Spiel
Da die Begegnung bei der TSG Backnang den Rückrundenauftakt bildet, bietet sich vor dem Spiel nochmals die Möglichkeit, die Hinrunde Revue passieren zu lassen. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Mit 44 Toren nach 17 Partien stellen die Mannheimer Rasenspieler die beste Offensive der gesamten Oberliga Baden-Württemberg. Zehn Gegentreffer bilden ebenfalls einen imposanten Wert, der lediglich von Ligaprimus VfR Aalen hauchdünn (neun Gegentreffer) unterboten wird. Insgesamt sammelten die Quadratestädter bereits 41 Zähler. Zahlentechnisch legten die Rasenspieler mit einem Schnitt von 2,41 Punkten pro Partie ihre beste Oberligahinrunde seit der Saison 2011/2012 hin. Damals fuhr der VfR unter Cheftrainer Kenan Kocak während der Hinrunde durchschnittlich 2,44 Zähler pro Partie ein.
„Mehr als 40 Punkte in einer Halbserie zu holen, ist schon sensationell“, lobt VfR-Coach Marcel Abele die bisherige Leistung des Teams. „Wir sind in unserer Entwicklung einfach nochmal einen Schritt weiter“, konstatiert er zufrieden. Egal ob im Spiel mit dem Ball oder gegen den Ball: Der VfR strahlt ein mittlerweile ein sehr hohes Maß an Stabilität und Energie aus. All diese positiven Entwicklungen offenbarten sich vergangenes Wochenende beim 7:1 (3:0)-Kantersieg in Oberachern auf eindrucksvolle Weise. „Mit diesem Spirit möchten wir auch in Backnang auftreten“, blickt Abele auf das anstehende Wochenende voraus. „Der Gegner hat uns ja bereits im Hinrundenspiel wehgetan. Sicherlich wird Backnang versuchen, gut zu stehen und Umschaltmomente zu kreieren. Wir wollen dies von Anfang an unterbinden“, so der Cheftrainer. Punkte sollen bis zur Winterpause keine mehr abgeben werden. Der Tabellenführer aus der Schwäbischen Alb darf den heißen Atem der Mannheimer durchaus im Nacken spüren. „Wir werden auf jeden Fall alles daransetzen, möglichst viele Punkte zu holen und Aalen weiterhin unter Druck zu setzen“, erklärt Abele angriffslustig.
Personalsituation
Robin Becker, Volkan Rona, Enes Tubluk und Sven Mende werden definitiv ausfallen. Hinter dem Einsatz von Pasqual Pander steht noch ein Fragezeichen.
Bilanz
Bisher haben sich der VfR Mannheim und die TSG Backnang fünf Mal in einem Pflichtspiel duelliert. Die Bilanz spricht für die Rasenspieler. Drei Partien gingen gewonnen, zwei Begegnungen endeten unentschieden. In der Hinrundenpartie kam der VfR trotz drückender Überlegenheit nicht über ein 1:1 (0:1)-Unentschieden hinaus.
Foto: Edmund Nohe

