Relegationsplatz weiter festigen
VfR trifft auf unangenehm zu bespielende Reutlinger
(mk) Am 30. Spieltag der Oberliga Baden-Württemberg kommt es am Samstag (15.30 Uhr) im Rhein-Neckar-Stadion zum Aufeinandertreffen zweier Traditionsvereine: Der VfR Mannheim empfängt den SSV Reutlingen und möchte einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Relegationsplatz machen. Alle wichtigen Informationen zu dieser Partie sind im Folgenden zusammengefasst:
Der Gegner: In den vergangenen Wochen präsentierte sich der SSV Reutlingen als eine schwer zu knackende Nuss. Zuletzt fügte der Ligaprimus VfR Aalen dem SSV die erste Saisonniederlage im Kalenderjahr 2026 zu. Bei der 0:1 (0:0)-Niederlage machte Reutlingen dem Favoriten das Leben allerdings sehr lange schwer und kassierte erst in der 73. Minute den entscheidenden Gegentreffer. In den vorherigen Partien fuhr Reutlingen unter dem neuen Trainer Thomas Herbst drei Siege sowie sechs Unentschieden ein. Mit dieser Ausbeute konnte sich der Traditionsklub vorerst im unteren Tabellenmittelfeld etablieren. Der Vorsprung gegenüber dem ersten möglichen Abstiegsplatz beträgt zurzeit vier Punkte.
Stimmen zum Spiel: Der jüngste Sieg in Singen war für den VfR ein weiterer wichtiger Schritt zur Festigung des zweiten Tabellenplatzes. Gegen den SSV Reutlingen möchten die Blau-Weiß-Roten den Zehn-Punkte-Vorsprung auf den Drittplatzierten TSV Essingen mindestens verteidigen. „Wir wollen diesen Rang so schnell wie möglich fix machen“, erklärt Cheftrainer Marcel Abele und hofft dementsprechend auf drei weitere Punkte am Samstag. Mannheims Coach ist sich der anspruchsvollen Aufgabe jedoch bewusst. Er bezeichnet die Schwaben als einen „guten Gegner mit guter Organisation“. Abele weiter: „In Reutlingen ist eine klare Tendenz zu erkennen. Sie sind sehr stabil und verlieren kaum noch Spiele.“ Aus blau-weiß-roter Perspektive sei es am Wochenende entscheidend, sich einmal mehr auf die eigene Qualität zu fokussieren und diese auf dem Platz abzurufen. „Wir haben zuletzt zwei Spiele in Serie gewonnen und sind nun ebenfalls wieder in der Spur“, hält der Coach fest. Wettbewerbsübergreifend sind die Quadratestädter sogar seit zehn Partien ungeschlagen. In diesem Kalenderjahr mussten die Blau-Weiß-Roten lediglich am 28. Februar gegen den FC Nöttingen (0:3) als Verlierer den Platz verlassen. Abele blickt insgesamt zuversichtlich in Richtung Wochenende. Er ist überzeugt, dass seine Mannschaft die anspruchsvolle Herausforderung meistern wird. „Wir werden richtig dagegenhalten“, verspricht er. „Die Jungs sind bereit.“
Personalsituation: Sowohl Christopher Becker als auch Alexander Mißbach und Tim Seifert sind zurzeit leicht angeschlagen. Dementsprechend ist ihr Einsatz gegen Reutlingen keineswegs gewiss. Luca Stellwagen wird aufgrund seiner Sperre weiterhin pausieren.
Bilanz: Die Begegnung zwischen dem VfR Mannheim und dem SSV Reutlingen hat sich über die Jahrzehnte zu einem echten Klassiker entwickelt. Die gemeinsame Historie reicht bis in die Oberliga-Saison 1978/79 zurück. Damals dominierten die „Rasenspieler“ das Duell noch mit zwei Siegen (4:0 und 4:1), doch über die Distanz von insgesamt 55 Partien spricht die Statistik für die Reutlinger: Der SSV ging 24-mal als Sieger vom Platz, während Mannheim 17 Erfolge verbuchen konnte; 14 Duelle endeten unentschieden. In der Hinrunde setzte sich der VfR im Stadion an der Kreuzeiche jedoch mit 1:0 (0:0) durch. Alexander Esswein verwertete in der 73. Minute einen Foulelfmeter und sicherte dem VfR drei Punkte.
