Bleiben die Rasenspieler in der Erfolgsspur?
VfR Mannheim peilt am Samstag (15:30 Uhr) den vierten Ligasieg in Serie an
Am fünften Spieltag der Oberliga Baden-Württemberg empfängt der VfR Mannheim den FSV Bietigheim-Bissingen. Mit wettbewerbsübergreifend vier Siegen in Serie überzeugten beim VfR zuletzt sowohl die Leistungen als auch die Ergebnisse. Gegen die Schwaben soll der Positivtrend erneut bestätigt werden.
Der Gegner
Die Ausgangslage in Bietigheim-Bissingen ähnelt aktuell der Situation in Nöttingen. Bei den Enzstädtern verlief der Saisonauftakt mit zwei Punkten aus vier Ligaspielen suboptimal. Neben einem Unentschieden gegen Gmünd (1:1) und einer Punkteteilung gegen Aalen (0:0) mussten in Essingen (1:2) und Göppingen (0:5) zwei Niederlagen hingenommen werden. Folgerichtig rangiert der FSV auf dem vorletzten Tabellenplatz. Beim Blick auf die Gegner wird allerdings deutlich, dass sich Bietigheim-Bissingen gleich zu Beginn der Saison mit den Schwergewichten der Oberliga messen musste. Der Blick auf die Tabelle sollte dementsprechend nicht überbewertet werden. Zuletzt überzeugte der FSV gegen den VfR Aalen mit einer kompakt stehenden Defensive. Leidenschaftlich verteidigte man gegen das spielerisch überlegene Spitzenteam und erkämpfte sich somit einen wertvollen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt.
In der knapp 45.000 Einwohner zählenden Kreisstadt fand vor Rundenbeginn ein größerer personeller Umbruch statt. Mehr als ein Dutzend neue Spieler stießen zum Team von Trainer Haris Krak. Demgegenüber verließen auch einige Akteure den Verein. Beispielsweise muss Bietigheim-Bissingen auf die Dienste des einstigen Top-Torjägers Nikolaos Dobros verzichten, den es zum GU-Türkischen SV Pforzheim in die Verbandsliga Nordbaden zog.
Stimmen zum Spiel
VfR-Trainer Marcel Abele sieht seine Mannschaft am Samstag in der klaren Favoritenrolle. Nichtsdestotrotz ist der Respekt vor dem kommenden Gegner groß. Dass der FSV vergangenes Wochenende Aalen ein torloses Remis abrang, sei „beachtlich“ gewesen. „Ich vermute, dass Bietigheim-Bissingen aus einer stabilen Defensive heraus immer wieder Umschaltmomente generieren möchte“, erklärt der VfR-Coach. Daher werden die Rasenspieler auch am Samstag wieder eine absolute Topleistung benötigen. „Die Jungs sind auf jeden Fall heiß“, versichert Abele.
Was den VfR aktuell besonders auszeichnet, ist die stabile Defensive. Ein Gegentor nach vier absolvierten Partien ist der aktuelle Ligabestwert. „Nach meinem Geschmack haben wir aber trotzdem die eine oder andere Chance zu viel zugelassen. Dafür haben wir jedoch Torhüter, die gut gehalten haben“, ordnet Abele diesen Wert in den Gesamtkontext ein. Insgesamt stimmt ihn die Entwicklung im Defensivbereich trotz vorhandenen Optimierungspotenzials aber zufrieden. „Ich habe den Eindruck, dass wir im Spiel gegen den Ball nochmals ein Stück stabiler sind. Dies war auch einer unserer Schwerpunkte in der Vorbereitung“, erklärt Abele und fährt fort: „Wir brauchen diese Kompaktheit gegen den Ball mit allen Feldspielern. Bisher gelingt uns das recht ordentlich. Dennoch müssen wir auch in diesem Bereich besser werden“, so der Coach.
Personalsituation
Neben Christoph Becker und Robin Becker wird am Samstag höchstwahrscheinlich auch Jabez Makanda fehlen. Makanda laboriert gegenwärtig an einem Infekt.
Bilanz
Am Samstag treffen beide Teams zum siebten Mal aufeinander. Der VfR konnte bisher vier Partien, darunter die beiden jüngsten Begegnungen der vergangenen Saison, siegreich gestalten. Bietigheim-Bissingen glückte bisher nur in der Saison 2023/2024 ein 4:0-Erfolg vor heimischem Publikum. Im Rhein-Neckar-Stadion haben sich die Rasenspieler bisher aber immer gegen Bietigheim-Bissingen durchgesetzt.
Foto: Edmund Nohe
