Zukunft machen wir aus Tradition

Cheftrainer gibt sich optimistisch

Hakan Atik im vereinsinternen Interview

(mk) Nach eineinhalb Monaten Winterpause ruft am kommenden Montag Cheftrainer Hakan Atik erstmals wieder seine Spieler zusammen, um die Vorbereitung für die anstehende Rückrunde zu eröffnen. Aktuell steht der VfR Mannheim mit 34 errungenen Zählern aus 15 absolvierten Partien auf dem dritten Tabellenplatz. Was Hakan Atik dazu bewogen hat, das Traineramt auch in der Rückrunde weiterhin auszuüben, wie die personelle Situation derzeit aussieht und welche Ziele im kommenden halben Jahr verfolgt werden, erklärt der Coach in einem Interview.

Hallo Hakan, was hat Dich dazu bewogen, das Traineramt auch in der nun anstehenden Rückrunde weiterhin auszuüben?

Atik: Viele Kandidaten haben nicht die Bereitschaft erklärt, pünktlich zum neuen Kalenderjahr das Traineramt zu übernehmen. Des Weiteren wäre die Verpflichtung eines externen Trainers auch mit Risiken verbunden gewesen, da ein neuer Trainer die Spieler nicht kennt und es wieder eine längere Phase des Zusammenwachsens zwischen dem Coach und der Mannschaft bedurft hätte. Nach guten Gesprächen mit Serkan Zubari (Sportvorstand) und einigen Führungsspielern sind wir zum Schluss gekommen, dass es am erfolgversprechendsten ist, die gegenwärtige Konstellation mit mir als Cheftrainer fortzusetzen. Die Mannschaft hat diese Lösung präferiert und ich habe nach ein paar Tagen Bedenkzeit der Idee zugestimmt. Beruflich bin ich zwar sehr stark eingebunden, aber mein Arbeitgeber hat zum Glück grünes Licht gegeben.

Am Montag startet die Vorbereitung für die Rückrunde. Gab es in den eineinhalb Monaten Trainingspause von Seiten des Vereins Vorgaben für die Spieler, um sich fit zu halten?

Atik: Wir haben uns bereits im Fitnessstudio Pfitzenmeier getroffen und erste Spinningkurse absolviert. Dadurch konnten sich die Spieler noch vor Beginn des offiziellen Trainingsauftaktes wieder sehen und erste Einheiten miteinander durchführen. Des Weiteren gab es einen Trainingsplan mit vielen Laufeinheiten, an dem sich die Spieler während der Winterpause orientieren mussten.

Auch wenn die Ergebnisse eine andere Sprache sprechen, kroch die Mannschaft gegen Ende der Hinrunde personell auf dem Zahnfleisch. Hat sich das Lazarett nun etwas gelichtet?

Atik: Die meisten Akteure konnten während der Winterpause ihre Verletzungen auskurieren. Aktuell kann jedoch nicht auf Ali Ibrahimaj zurückgegriffen werden, da sein Muskelfaserriss doch schwerwiegender ist als zunächst angenommen. Ein zu frühes Einsteigen in das Mannschaftstraining wäre in diesem Fall mit Risiken verbunden, die wir nicht eingehen möchten. Wenn keine zusätzlichen Komplikationen auftreten, wird Ali Ibrahimaj in den kommenden Wochen jedoch wieder ins Mannschaftstraining dazustoßen und gegen Mühlhausen mit von der Partie sein.

Mit Volkan Glatt steht Dir ab sofort auch ein neuer Co-Trainer zur Seite. Was schätzt Du an ihm besonders?

Atik: Ich kenne Volkan schon sehr lange und es war auch mein Wunsch gewesen, ihn an meiner Seite zu haben. Wir teilen die selbe Philosophie und präferieren einen ballbesitzorientierten Offensivfußball. Volkan sucht die Nähe zur Mannschaft und kommt bei den Spielern sehr gut an. Ich bin sicher, dass diese Zusammenarbeit funktionieren wird und viele Vorteile mit sich bringt.

Die Hinrunde verlief zwar positiv, dennoch belegen die beiden ersten Plätze der SV Spielberg und der ATSV Mutschelbach. Was muss in der Rückrunde passieren, um einen von beiden zu verdrängen?

Atik: In der Hinrunde konnten wir noch nicht 100% unseres Leistungsvermögens abrufen, da uns diverse Verletzungen als auch der Covid Ausbruch einen Strich durch die Rechnung gemacht haben. Wenn alle Spieler gesund bleiben und sich darüber hinaus nur wenige verletzen, können wir topfit in die Rückrunde starten und hätten somit schon einmal wesentlich bessere Rahmenbedingungen als zur Hinrunde. Die Spieler im Kader weisen allesamt eine sehr hohe spielerische Qualität auf und haben diese bereits auf dem Platz gezeigt, beispielsweise beim 3:0 Sieg in Mutschelbach. Jetzt gilt es, diese Klasse auch in den anstehenden Partien kontinuierlich abzurufen und den Matchplan umzusetzen. Die Mischung in der Mannschaft passt und mit den drei Neuzugängen hat sich der Verein auch in der Breite nochmals verstärkt. Wichtig ist, dass wir nur auf uns selbst achten, von Spiel zu Spiel schauen und die richtige Einstellung an den Tag legen. Wenn uns dies glückt, bin ich optimistisch, dass wir die Spielzeit auf dem ersten Rang beenden können.

Vielen Dank für das Gespräch

Foto: Nohe

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