Den Deckel draufmachen
VfR Mannheim gastiert beim FC 08 Villingen
(mk) Am Samstag steht dem VfR Mannheim erneut eine längere Busfahrt von ca. zwei Stunden und 40 Minuten bevor. Um 14 Uhr möchten sich die Blau-Weiß-Roten, der beschwerlichen Anreise zum Trotz, beim FC 08 Villingen allerdings behaupten und drei Punkte einfahren. Alle relevanten Infos zur anstehenden Partie sind im Folgenden zusammengefasst:
Der Gegner: Am vergangenen Wochenende setzte der FC 08 Villingen ein kleines Ausrufezeichen. Beim souveränen Tabellenführer VfR Aalen errang der Regionalligaabsteiger ein 2:2 (1:0)-Unentschieden. Besonders kurios: Nach 90 Minuten führten die Südschwarzwälder noch 1:0, ehe in der zehnminütigen Nachspielzeit drei Tore fielen. Kurz vor Abpfiff belohnte sich der FCV durch einen Treffer von Fabio Lissera zumindest mit einem Punkt. Rein tabellarisch wirkt sich der Zähler aus dem Aalen-Spiel jedoch marginal aus. Villingen gehört als Tabellenachter dem Mittelfeld der Liga an. Aufstiegshoffnungen macht man sich in der ehemaligen Reichsstadt keine mehr. Gleichzeitig blieb die Uhing-Elf jedoch auch von Abstiegssorgen verschont. Träumen dürfen die FCV-Fans allerdings nach wie vor vom Einzug in den DFB-Pokal. Am 23. Mai duelliert sich Villingen im Finale des SBFV-Rothaus-Pokals mit dem Bahlinger SC, dem Tabellenschlusslicht der Regionalliga Südwest.
Stimmen zum Spiel: Der VfR Mannheim ist gewillt, am Wochenende die letzten Restzweifel an der Qualifikation zu den Aufstiegsrelegationsspielen zu beseitigen. Sollte in Villingen gewonnen werden, würde drei Spieltage vor Ende der Vorsprung auf Essingen mindestens neun Zähler betragen. Des Weiteren ist das Torverhältnis der Rasenspieler um 35 Treffer besser. „Wir wollen den Deckel jetzt einfach draufmachen, um uns dann wirklich voller Vorfreude auf die Endspiele vorzubereiten“, betont VfR-Cheftrainer Marcel Abele. Dass Villingen jedoch eine anspruchsvolle Herausforderung darstellt, weiß auch der blau-weiß-rote Coach. „Welche Qualität in dieser Mannschaft steckt, zeigte unter anderem das 2:2-Unentschieden in Aalen“, betont Abele. „Daher wird das eine sehr schwere Aufgabe werden.“
In Villingen wird sich auch zeigen, inwieweit der VfR die jüngste 1:3 (0:0)-Niederlage gegen den SSV Reutlingen verdaut hat. Das Gefühl, als Verlierer den Platz zu verlassen, ist bei den Blau-Weiß-Roten ein ungewohntes. Bisher musste der VfR in 35 Pflichtspielen lediglich vier Pleiten hinnehmen. Bezüglich dieser Statistik merkt Abele an: „Das zeigt schon, dass wir grundsätzlich sehr stabil unterwegs sind. Auch wenn das eine oder andere Unentschieden zu viel dabei war.“ Was den Coach der Rasenspieler ebenfalls zuversichtlich stimmt, sind die starken Leistungen seiner Mannschaft in den absoluten Schlüsselpartien. „Wenn es darauf ankommt, sind die Jungs da und liefern sehr gute Spiele ab“, hält Abele fest. Dementsprechend ist er felsenfest davon überzeugt, dass es beim VfR am Ende der Saison großen Grund zum Jubeln gibt.
Personalsituation: Neben Christoph und Robin Becker werden auch Isaac Okwubor und Enes Tubluk ausfallen. Des Weiteren steht hinter dem Einsatz Alexander Essweins ein Fragezeichen.
Bilanz: Schon 27-mal standen sich der VfR und der FC 08 Villingen gegenüber. Die historische Gesamtbilanz ist dabei mit jeweils zehn Siegen pro Mannschaft und sieben Unentschieden völlig ausgeglichen. In der jüngeren Vergangenheit lief es für die Rasenspieler gegen diesen Gegner jedoch weniger rund: Seit sieben Spielen wartet der VfR auf einen Dreier und musste stattdessen drei Niederlagen sowie vier Remis hinnehmen. In der Hinrunde trennten sich die Blau-Weiß-Roten und der FCV mit einem 0:0-Unentschieden.
Foto: Edmund Nohe
