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„Der Verein hat mich immer unterstützt“

Mädchen-Trainer Leni Marenzi coacht ab kommender Saison die U15 der TSG 1899 Hoffenheim

(mk) Der Aufschwung des Mädchen- und Damenfußballs hat beim VfR Mannheim mehrere Gesichter. Neben Lars Andersson, der diese Abteilung federführend leitet, drückten in der jüngeren Vergangenheit noch weitere Protagonisten dem blau-weiß-roten Frauenfußball ihren Stempel auf. Eine Person, die vor zwei Jahren hinzustieß und maßgeblich zu der positiven Entwicklung beitrug, ist der aktuelle B-Juniorinnen-Trainer Leni Marenzi. Der Elektrotechnik-Student sammelte zuvor zwar bereits in der Nähe Baden-Badens Erfahrung als Cheftrainer, allerdings nicht im Mädchenfußball, sondern im Herrenbereich beim Landesligisten 1. FC Lichtental. Somit war die Herausforderung in Mannheim auch für ihn eine neue. Im Mädchenfußball kannte er sich bisher nur rudimentär aus. „Lars hat mich sofort mit offenen Armen empfangen. Dafür möchte ich Danke sagen“, berichtete Marenzi über seine ersten Eindrücke bei den Rasenspielern. In Andersson habe er eine Vaterfigur gefunden, die ihn mit klugen Ratschlägen auch als Trainer formte.

Neben der menschlichen Komponente zeigte sich Marenzi auch von dem Umfeld tief beeindruckt. Die moderne Infrastruktur am Josef-Bußjäger-Weg mit zwei gepflegten Kunstrasenplätzen imponierte ihm. „Die gesamte Ausrüstung ist top. Mittlerweile haben wir sogar Sponsoren, die uns unterstützten“, erklärte Marenzi und verwies unter anderem auf das Sponsoring des Mannheimer Schokoladelieferanten SCHOKINAG, dessen Logo seit 2024 auf den Trikots sämtlicher Mädchen- und Damenmannschaften abgebildet ist. Unter diesen guten Rahmenbedingungen verwundert es ihn kaum, dass der Zulauf an neuen Spielerinnen nach wie vor sehr hoch ist. „Gefühlt stößt jede Woche ein neues Mädchen hinzu. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Andrang aufgrund der aktuell stattfindenden Fußball-EM nochmals größer wird“, prognostiziert Marenzi, dem die Zeit beim VfR große Freude bereitet hat. „Das Schöne ist, dass hier alle Mädchen und Damen mitziehen. Sie sind sehr stark fokussiert und lernen dementsprechend schnell hinzu“, lobte er seine Schützlinge. Dementsprechend vorbildlich sei auch der Einsatz. Unabhängig vom Alter versuchen die Mädchen stets das Maximum aus sich herauszuholen. „Wenn man als Trainer merkt, dass die Spielerinnen mehr als 100 % geben, macht es Riesenspaß, die Trainingseinheiten zu leiten und die Spiele zu betreuen“, schwärmte Marenzi von seinen Spielerinnen. Der Zukunft des VfR Mannheim blicke er daher optimistisch entgegen. Die Tatsache, dass die Akteurinnen über eine imposante Mentalität verfügen und zuletzt speziell im technischen Bereich große Fortschritte machten, stimme ihn zuversichtlich. „Unsere B- und C-Juniorinnen sind aktuell in sehr guter Verfassung. Wenn die Mädchen zusammenbleiben, werden sie in der Damenmannschaft später das Potenzial haben, ihre Staffeln zu gewinnen“, erklärte Marenzi, der kommende Saison nicht mehr an der Seitenlinie der Rasenspieler stehen wird. 

Die gute Arbeit beim VfR Mannheim hat sich mittlerweile in der gesamten Rhein-Neckar-Region herumgesprochen und sogar Begehrlichkeiten bei der TSG 1899 Hoffenheim geweckt. Die Kraichgauer nahmen Kontakt zum VfR-Coach auf und boten ihm die Chance, zukünftig die weibliche U15-Mannschaft zu trainieren. „Für mich ist die neue Aufgabe in Hoffenheim eine Riesenchance und eine große Ehre“, freut sich Marenzi auf die anstehende Herausforderung, die er auch dem VfR Mannheim zu verdanken hat. „Der Verein hat mich immer unterstützt und ist darüber hinaus sehr gut mit dem DFB vernetzt. Somit können sich beim VfR nicht nur die Spielerinnen weiterentwickeln, sondern auch die Trainer im Mädchen- und Damenfußball den nächsten Karriereschritt vollziehen“, lobte er einmal mehr die Gegebenheiten bei den Rasenspielern. Auch wenn sich für Marenzi das Kapitel VfR Mannheim nun schließt, so bleiben ihm die Blau-Weiß-Roten stets in sehr guter Erinnerung. Die Zusammenarbeit mit Andersson und dem Trainerkollegen Philipp Theuerkorn, den er mittlerweile als Freund bezeichnet, haben ihm ebenso viel Freude bereitet wie das Trainieren der Mädchen. Der VfR Mannheim bedankt sich an dieser Stelle bei Leni Marenzi für zwei tolle Jahre und wünscht ihm in Hoffenheim maximalen Erfolg.

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