(tb) Trotz einer ansprechenden Leistung reichte es für den VfR nicht zum ersehnten Premierensieg in der Regionalliga Südwest. Allerdings musste er nach einer Roten Karte verkraften, über eine Stunde lang in Unterzahl zu spielen.
Die spielfreudigen und passsicheren Freiburger Fohlen trugen das Spiel von Beginn an nach vorne, ohne allerdings die gut gestaffelte VfR-Abwehr zunächst in ernsthafte Bedrängnis bringen zu können. Der VfR blieb defensiv stabil und lauerte dabei auf Umschaltsituationen, um seinerseits offensive Akzente zu setzen. In der 14. Minute lag die Gästeführung in der Luft, als Pasqual Pander eine Hereingabe von Alexander Esswein annahm und aus der Drehung abschloss, aber an Torwart Katz scheiterte. In der 26. Minute spielte Lukas Rupp den links durchstartenden Jonas Weik frei. Dessen Hereingabe nahm der zentral postierte Alexandru Paraschiv aus etwa 15 Metern direkt und ließ die Torlatte des SC Freiburg erzittern. Die dahin größte Chance des Spiels! In der folgenden Szene versuchte Jonas Weik sein Glück mit einem strammen Schuss aus ca. 20 Metern, den Torwart Katz gerade noch um den Pfosten drehen konnte.
Kurz darauf schien das Unheil über den VfR Mannheim hereinzubrechen. Der an der Mittellinie lauernde Krish Raweri wurde steil in Szene gesetzt und kreuzte den Laufweg des hinzueilenden Christian Kuhn geschickt. Dabei gab es einen Kontakt zwischen den Beiden und Raweri kam zu Fall. Schiedsrichter Schommer ging offenbar von einer Notbremse Kuhns aus und zögerte nicht, die Rote Karte zu zücken. Platzverweis Kuhn – der VfR nur noch zu zehnt.
Eine Auswirkung der Unterzahl des VfR war jedoch bis weit in die 2. Halbzeit hinein nicht zu spüren, denn die Rasenspieler hatten zunächst die besseren Möglichkeiten, in Führung zu gehen. Allerdings waren auch die Platzherren nicht chancenlos, Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde es in zwei Situationen für den VfR noch brenzlig. Nach einem verunglückten Pass des VfR-Torhüters David Nreca-Bisinger kam ein Freiburger Angreifer frei zum Schuss, doch der VfR-Schlussmann machte seinen Fehler wieder gut und klärte den Ball zur Ecke. Ein weiterer Freiburger Versuch strich am oberen Toreck vorbei.
Nach dem Seitenwechsel brachten die Freiburger den früheren SCF-Profi Nicolas Höfler ins Spiel, der Ende Mai noch im Europa-Cup-Finale in Istanbul auf dem Platz stand und nun die Rolle des Ballverteilers in der U23 wahrnahm. Doch in der 47. Minute spielte der VfR-Torwart, nachdem er einen gefährlichen Pass abgefangen hatte, gedankenschnell nach vorne, wo Pasqual Pander das Laufduell mit einem Bewacher für sich entschied, aus spitzem Winkel draufhielt, aber in Torwart Katz seinen Meister fand.
Die Breisgauer erhöhten nun den Druck. Doppelchance für den SCF in der 55. und 56. Minute: Eine verfehlte das Tor nur knapp – dann rettete der Pfosten des VfR-Tores.
Nun begann sich die Unterzahl des VfR auszuwirken. Die Rasenspieler zogen sich zurück und verteidigten aufopferungsvoll. Allerdings mangelte es den nun fast pausenlos anrennenden Freiburgern in der Spitze an Präzision, so dass immer wieder ein Abwehrbein des VfR dazwischenkam und den Gästen entscheidendes Ungemach ersparte. In Minute 83 kam Freiburg noch einmal zu einer Abschlusschance, jedoch war der Schuss zu schwach und David Nreca-Bisinger konnte ihn mühelos entschärfen.
In der 4-minütigen Nachspielzeit gelang es dem VfR sogar, das Spiel ins Mittelfeld zu verlagern, so dass weitere Chancen des SC Freiburg ausblieben.
So blieb es beim Unentschieden und damit war die Erfüllung des VfR-Minimalziels perfekt.
Aufstellung SC Freiburg II:
Katz – Jung, Klein, Raweri, Düker (66. Rüdlin), Catak (85. Michelbach), Zelic, Mohamed, Yamamoto (46. Höfler), Tamutzer (66. Reifsteck), Adomah (73. James)
Aufstellung VfR:
Nreca-Bisinger – Giesel, Kuhn, Hartmann, Weik – Becker, Marx – Paraschiv (78. Assafoua_ 89. Ristl)), Rupp (68. Krüger), Esswein (78. Seifert) – Pander (68, Berisha)
Tore:
Fehlanzeige
besondere Vorkommnisse:
26. Rote Karte Kuhn (VfR)
Schiedsrichter:
Maximilian Schommer, Weiselberg
Zuschauer:
466
