Englische Woche geht weiter
VfR Mannheim gastiert beim FV Ravensburg
(mk) Am Mittwochabend (18 Uhr) wird der VfR Mannheim nach einer knapp vierstündigen Busfahrt sein Nachholspiel beim FV 03 Ravensburg bestreiten. Im Folgenden sind die wichtigsten Informationen zu dieser Partie zusammengefasst.
Der Gegner Aktuell rangiert der FV Ravensburg auf dem sechsten Tabellenplatz und befindet sich somit im Niemandsland der Liga. Im Kontext der Oberschwaben ist diese Charakterisierung ausschließlich positiv zu verstehen. Das Saisonziel Klassenerhalt ist gegenwärtig nicht einmal ansatzweise gefährdet. Vergangene Runde rettete ausschließlich die TSG Balingen aufgrund ihrer erfolgreichen Aufstiegsspiele den FV Ravensburg vor dem bitteren Gang in die Verbandsliga. Solch ein Szenario zeichnet sich 2026 nicht einmal im Entferntesten ab. Im Gegenteil: Der FV Ravensburg befindet sich im oberen Tabellendrittel. Vergangenes Wochenende musste sich der FV mit seinem Top-Torjäger Daniele Gabriele (elf Treffer) beim 1. CfR Pforzheim allerdings deutlich mit 0:3 (0:1) geschlagen geben. Zuvor setzte sich die Rahman-Soyudogru-Elf mit 3:1 (1:0) gegen Türkspor Neckarsulm durch. Am letzten Spieltag des Kalenderjahres 2025 glückte Ravensburg übrigens ein überraschender 1:0 (0:0)-Coup beim Ligaprimus VfR Aalen.
Stimmen zum Spiel Aus dem vergangenen torlosen Remis in Hollenbach lassen sich aus blau-weiß-roter Perspektive zwei wertvolle Erkenntnisse ziehen. Erstens: Zum ersten Mal ist es dem VfR in diesem Kalenderjahr geglückt, ein Pflichtspiel ohne Gegentreffer zu beenden. Zweitens: Im letzten Drittel fehlt gegenwärtig ein wenig die Leichtigkeit. „Wir hatten in Hollenbach erneut zahlreiche Aktionen, in denen wir die Box durchbrechen, allerdings den letzten Pass nicht spielen konnten“, erläutert Abele das gegenwärtige Problem. „Da fehlt uns das letzte Quäntchen Überzeugung und vielleicht auch das letzte Quäntchen Zutrauen, sich den Schuss nochmals zu nehmen.“
Der VfR-Coach möchte das eben aufgegriffene Thema jedoch auch nicht dramatisieren. Grund zur Panik gibt es keinen. Nach wie vor zeugen 61 Treffer nach 26 Begegnungen von einer überaus hohen Qualität im Offensivspiel. „Die Jungs haben bereits oft bewiesen, dass sie es können“, hält Abele fest. „Wir müssen einfach dranbleiben, weiter fleißig arbeiten und uns belohnen.“ In Ravensburg eröffnet sich nun bereits am Mittwoch die Chance, nach einer langen und beschwerlichen Busfahrt die Früchte für den hohen Aufwand zu ernten. „Die Jungs sind sehr, sehr heiß“, verspricht Abele, der den Aufstiegsrelegationsplatz mit einem erfreulichen Spielausgang weiter festigen möchte. Dass die Aufgabe jedoch alles andere als leicht wird, ist ihm bewusst. „Ravensburg ist fußballerisch eine sehr gute Mannschaft und speziell auf dem eigenen Platz stark“, erklärt Mannheims Coach. Auch bezüglich der individuellen Klasse haben die Oberschwaben einiges zu bieten. „Da sind schon zwei, drei richtig gute Jungs dabei“, hält Abele fest.
Personalsituation Alexandru Paraschiv wird in Ravensburg wieder zum Kader stoßen. Ansonsten ändert sich an der personellen Gemengelage nichts.
Bilanz Insgesamt trafen der VfR Mannheim und der FV Ravensburg 19-mal in der Oberliga Baden-Württemberg aufeinander. Mit zehn Siegen, vier Unentschieden und fünf Niederlagen spricht die Statistik für die Blau-Weiß-Roten. Das Hinrundenspiel entschied der VfR im Rhein-Neckar-Stadion mit 4:0 (3:0) für sich.
Foto: Edmund Nohe
