Es ist geschafft!
VfR Mannheim gewinnt beim FK Pirmasens mit 1:0 (0:0) und feiert den Aufstieg in die Regionalliga Südwest
(mk) Gegen 21 Uhr herrschte im rheinland-pfälzischen Pirmasens pure Freude. Der 1:0 (0:0)-Erfolg des VfR Mannheim gegen den FK Pirmasens bescherte den Blau-Weiß-Roten den heiß ersehnten Aufstieg in die Regionalliga Südwest. Dieser Erfolg musste ausgiebig gefeiert werden. Selbst der sonst so besonnene VfR-Cheftrainer Marcel Abele ließ seinen Emotionen freien Lauf und durfte die eine oder andere Bierdusche über sich ergehen lassen. Keine Frage: Der 10. Juni 2026 geht in die Geschichtsbücher des VfR Mannheim ein.
Dass die Rasenspieler an diesem Abend den Aufstieg realisieren würden, zeichnete sich früh in der Partie ab. Abele schickte dieselbe Mannschaft auf das Feld wie zuletzt gegen Eddersheim und musste gemeinsam mit dem Anhang lediglich in der Anfangsphase zittern. Pirmasens begann forsch und bekam bereits nach wenigen Augenblicken einen Elfmeter zugesprochen. Im Duell mit Luka Dimitrijevic blieb VfR-Keeper David Nreca-Bisinger jedoch Sieger und parierte den zentral geschossenen Strafstoß mit dem Fuß (3.). Somit erhielten Pirmasens’ Aufstiegshoffnungen bereits früh in der Partie erste und womöglich irreparable Risse.
In den folgenden Minuten blieben die Pfälzer zwar weiterhin aggressiv, doch die großen Torchancen sprangen gegen eine zunehmend souverän agierende blau-weiß-rote Hintermannschaft nicht heraus. Nachdem die erste Angriffswelle der Gastgeber abgeebbt war, übernahmen die Quadratestädter vermehrt die Kontrolle. Der VfR wirkte nun griffiger im Zweikampfverhalten, hielt Pirmasens vom eigenen Gehäuse fern und hätte durch Alexandru Paraschiv beinahe die Führung markiert. Der emsige Rumäne präsentierte sich während der gesamten Partie lauffreudiger, zweikampfstärker und zielstrebiger. Nach gut 20 Minuten rannte der pfeilschnelle Flügelspieler seinen Kontrahenten in einer Kontersituation davon und schob den Ball an Pirmasens’ Schlussmann Benjamin Reitz vorbei. Lediglich der Innenpfosten hinderte den VfR am ersten Treffer des Abends (21.).
Die 1.745 Zuschauer im Stadion an der Husterhöh sahen nach Paraschivs Großchance ein intensiv geführtes Fußballspiel. Beide Mannschaften lieferten sich im Mittelfeld rustikale Zweikampfduelle, vermochten es jedoch nicht, sich Großchancen herauszuspielen. Während solch ein Spielverlauf die Pirmasenser Aufstiegshoffnungen minütlich schrumpfen ließ, konnte sich der VfR aufgrund der komfortablen Ausgangssituation mit der Arithmetik der Partie anfreunden. Schließlich benötigten die Mannheimer keine vier Treffer, um den Aufstieg zu realisieren. Lediglich ein Zweikampf nahe der Pirmasenser Eckfahne ließ für einen kurzen Moment die blau-weiß-roten Glücksgefühle verstummen. Luca Stellwagen sank zu Boden und musste humpelnd den Platz verlassen. Für ihn schickte Abele Tim Seifert ins Spiel. Kurz vor dem Pausenpfiff klärte der VfR nochmals einen scharfen Eckball der Gastgeber (45.). Wenige Momente später pfiff Schiedsrichter Vincent Schandry zur Halbzeit.
Während der Pause herrschte auf den Rängen großer Optimismus. Der zahlreich mitgereiste VfR-Anhang hatte auch keinen Grund, sich in Pessimismus zu erschöpfen. Pirmasens’ berüchtigte Offensive kam bisher kaum zur Entfaltung. Gleichzeitig schien ein Mannheimer Treffer jederzeit möglich. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff war es schließlich so weit: Nach einem Umschaltmoment wurde Tim Seifert steil angespielt und vollendete die Aktion mit einem präzisen Schuss ins lange Eck. Reitz hatte keine Chance, den Treffer zu vereiteln. Seiferts Tor war weniger eine Erlösung als vielmehr eine Bestätigung: Die Tür zur Regionalliga stand sperrangelweit offen (51.).
Mit der Führung im Rücken eröffneten sich für die Blau-Weiß-Roten zusätzliche Kontergelegenheiten. Pirmasens benötigte nun vier Treffer, um einen Losentscheid zu erzwingen, und verzichtete zunehmend auf die defensive Absicherung. Während der FKP trotz der offensiven Grundausrichtung kaum Gefahrenmomente kreierte, hätte der VfR auf 2:0 erhöhen können. In einigen Aktionen fanden sich die Blau-Weiß-Roten jedoch in einer Abseitssituation wieder. Nichtsdestotrotz hätten Pasqual Pander (71.) sowie Christoph Becker (78.) mit etwas mehr Präzision im Abschluss das Ergebnis weiter in die Höhe schrauben können. Als die Partie schließlich abgepfiffen wurde und die Bank mit weißen Aufstiegsshirts das Feld stürmte, interessierten solche Nebensächlichkeiten jedoch niemanden mehr. Am Ende durfte der VfR in Pirmasens nicht nur den Aufstieg feiern, sondern sich auch zu einer makellosen Bilanz während der Aufstiegsspiele beglückwünschen.
Steno:
Aufstellung FK Pirmasens: Reitz – Müller, Andreas, Dimitrijevic (69. Büchler), Ehrhart, Prokopchuk (75. Decker), Grünnagel, Wiltz (54. Eichhorn), Krob, Selensky (69. Gutmann), Kukanda.
Aufstellung VfR Mannheim: Nreca-Bisinger – Stellwagen (40. Seifert), Sentürk, Kuhn, Akoto (83. Rona) – Krüger, Marx (83. Mende), Paraschiv, Esswein, Pander (83. Berko) – Thum (69. C. Becker).
Tore: 0:1 Seifert (51.)
Zuschauer: 1.745
Schiedsrichter: Vincent Schandry (Assistenten: Frederik Angermaier, Dennis Jantz; 4. Offizieller: Lukas Jungfleisch)
Fotos: Edmund Nohe






























































































