Pokalfinale im Carl-Benz-Stadion

VfR fordert den SV Waldhof im Mannheimer Stadtderby hinaus

(mk) Am Samstag (11.30 Uhr) wartet auf den VfR eines der wahrscheinlich emotionalsten Duelle der vergangenen Jahre. Erstmals seit 2004 stehen die Blau-Weiß-Roten wieder im Finale des Badischen Verbandspokals. Neben dieser ohnehin bedeutsamen Tatsache kommt erschwerend hinzu, dass die Rasenspieler im Finale des bfv-Rothaus-Pokals auf niemanden Geringeren treffen als den SV Waldhof Mannheim und dieses Duell sogar vor einer stattlichen fünfstelligen Kulisse bestreiten dürfen. Alle relevanten Infos sind im Folgenden zusammengefasst:

Der Gegner
Vergangenes Wochenende schloss der SV Waldhof Mannheim die Drittligasaison 2025/2026 mit 52 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz ab. Im Vergleich zur vorherigen Runde, als der SVW erst am letzten Spieltag den Klassenerhalt sicherte, konnte sich der ehemalige Bundesligist um sechs Punkte und sechs Tabellenplätze verbessern. Trotz einer weitestgehend sorgenfreien Spielzeit attestierte Cheftrainer Luc Holtz seiner Mannschaft zuletzt einen „Spannungsabfall“, der sich auch in den Resultaten widerspiegelte. Aus den jüngsten neun Drittligaspielen konnte der SVW lediglich zwei Partien gewinnen. Im bfv-Rothaus-Pokal setzten sich die Blau-Schwarzen gegen FV Mosbach (8:1), SpVgg Neckarelz (7:1), FC Astoria Walldorf (4:1 n.V.) und FC Bruchsal (4:1) durch.

Stimmen zum Spiel
VfR-Coach Marcel Abele blickt dem anstehenden Pokalfinale mit maximaler Vorfreude entgegen. Vor einer fünfstelligen Kulisse spielen zu dürfen, ist für den blau-weiß-roten Cheftrainer keine Selbstverständlichkeit. Auch das Carl-Benz-Stadion als Austragungsort entspricht ganz seinem Geschmack. „Es ist sehr wichtig, dass wir alles gemeinsam auf die Beine gestellt haben und dieses Derby in Mannheim spielen“, lobte Abele ebenfalls das kooperative Verhältnis zwischen den beiden Vereinen.

Auf rein sportlicher Ebene betrachtet Abele das Pokalfinale unter anderem als Lohn einer herausragenden Saison. „Wir haben uns dieses Spiel erarbeitet und möchten nun zeigen, dass wir auch in der Lage sind, richtig guten Fußball zu spielen“, erklärte der Coach. Die Tatsache, dass die sportliche Kluft zwischen dem SVW und dem VfR zwei Ligen beträgt, ändert nichts an der ambitionierten Herangehensweise der Blau-Weiß-Roten. Schließlich eliminierte der VfR im Halbfinale des Verbandspokals bereits den höherklassigen SV Sandhausen. „Wir haben dort ein sehr gutes Spiel gemacht und hätten die Verlängerung gar nicht gebraucht“, ließ Abele zunächst nochmals das Halbfinale Revue passieren, ehe er auf die Außenseiterrolle seiner Mannschaft am Wochenende Bezug nahm. „Mir ist es egal, ob wir Underdog oder Favorit sind“, möchte sich der VfR-Trainer in solchen letztendlich substanzlosen Debatten nicht erschöpfen. Schließlich erhalte man als Außenseiter keinen Vorsprung. Der VfR, so Abele, möchte sich im Carl-Benz-Stadion nicht nur gut verkaufen. „Wir sind hier, um dieses Spiel zu gewinnen“, formuliert er das klare Ziel, sich für die erste Hauptrunde des DFB-Pokals zu qualifizieren. Sein Versprechen: Der VfR wird alles investieren, um diesen sportlichen Coup zu realisieren.

Personalsituation
Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sind keine verletzungsbedingten Ausfälle zu beklagen. Marcel Abele kann im Pokalfinale personell aus dem Vollen schöpfen.

Ticketsituation
14.000 Tickets wurden bisher verkauft, darunter knapp 1.000 im Fanbereich des VfR Mannheim. Aufgrund des hohen Zuschaueraufkommens wird eine rechtzeitige Anreise empfohlen. Die Stadiontore inklusive Tageskassen öffnen um 10.00 Uhr. PKW-Fahrer können die Parkplätze am Friedensplatz sowie den Parkplatz P20 am Maimarkt anfahren.

Foto: Edmund Nohe

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