Härtetest beim Überraschungsteam
Der VfR Mannheim ist beim Tabellendritten TSV Essingen gefordert
Vergangenes Wochenende hat es nun auch den VfR Mannheim erwischt. Mit 0:1 (0:1) unterlagen die Quadratestädter beim VfR Aalen und kassierten im achten Saisonspiel die erste Niederlage. Nun steht am Samstag (14:30 Uhr) das nächste anspruchsvolle Auswärtsspiel auf dem Programm. Marcel Abeles Team ist beim Tabellendritten TSV Essingen gefordert.
Der Gegner
Auch wenn sich Essingen zuletzt mit drei sieglosen Partien begnügen musste, war der Saisonauftakt furios: Fünf Siege aus den ersten fünf Spielen ließen die gesamte Liga aufhorchen. Unter den bezwungenen Gegnern befanden sich mit Villingen (3:2) und Göppingen (2:0) auch die beiden Regionalligaabsteiger. Gegenüber dem „Kicker“ betonte Essingens sportlicher Leiter Lars Eisenmann, dass die Mannschaft „vielleicht nicht den schönsten Fußball“ spiele, allerdings über die „beste Mentalität“ verfüge. Nach wie vor bleibt man in der knapp 6.500 Einwohner zählenden Gemeinde vor den Toren Aalens jedoch bescheiden. Trotz des famosen Saisonauftakts wird am ausgerufenen Saisonziel Klassenerhalt nicht gerüttelt. Tim Seiferts Ex-Verein weiß aus eigener Erfahrung, wie schnell sich das Blatt wenden kann. Vergangene Saison blickte der TSV nach acht aufeinanderfolgenden Niederlagen zum Saisonauftakt bereits mit einem Auge in die Verbandsliga, doch am Ende landete das Team mit 49 Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz. Der Trainer hieß übrigens damals wie heute Simon Köpf.
Stimmen zum Spiel
Beim VfR Mannheim war nach der 0:1 (0:1)-Niederlage beim VfR Aalen erst einmal Wundenlecken angesagt, wie Trainer Marcel Abele zugibt. „Diese Niederlage hat sowohl das Trainerteam als auch die Spieler sehr geärgert“, betont der Coach. Vor allem im Spiel mit dem Ball überzeugten die Quadratestädter nicht. „Speziell in der ersten Halbzeit verpassten wir es, die Räume, die wir uns eigentlich zurechtgelegt hatten, auch zu finden“, merkt Abele nach einer ausführlichen Analyse an. „Eigentlich“, so der Chefcoach, „war das aber ein typisches 0:0-Spiel, da wir auch kaum Chancen des Gegner zuließen.“
Trotz der ersten Saisonniederlage überwiegt bei den Rasenspielern nach wie vor der Optimismus. Abele versichert, dass man weiterhin „komplett ruhig“ sei und den Fokus nun auf das anspruchsvolle Spiel in Essingen richten wird. Dass der kommende Gegner aktuell auf dem dritten Tabellenplatz steht, überrascht übrigens auch ihn. „Ehrlicherweise habe ich Essingen nicht auf dem Schirm gehabt, zumal sie vor Saisonbeginn mit Tim Seifert und Dean Melo zwei ihrer Topspieler abgeben mussten“, gesteht Abele und verweist auf die hohe mannschaftliche Geschlossenheit des TSV. Dementsprechend anspruchsvoll wird die kommende Aufgabe auch werden. „Essingen agiert aus einem kompakten 4-3-3 heraus und möchte möglichst viele Umschaltmomente kreieren. Da sie häufig direkt und vertikal spielen, müssen die eigenen Angriffe stets gut abgesichert werden“, analysiert der Coach. Folgerichtig wird die Reise ins Schwabenland mit einer Mischung aus Respekt und Zuversicht angetreten. Schließlich verfügt der VfR zweifelsohne über die fußballerische Klasse, um in Essingen einen Sieg einzufahren. „Wir möchten am Samstag die nächste Serie starten. Ich bin diesbezüglich sehr optimistisch, da die Jungs einfach top sind“, gibt Abele gleich die Marschroute für die kommenden Wochen aus.
Personalsituation
Neben Christoph und Robin Becker sowie Shaban Veselaj fallen Enes Tubluk und Vincent Hofer aus. Tubluk laboriert an einem Innenbandriss, Hofer ist aufgrund einer roten Karte gesperrt.
Bilanz
In der Saison 2023/2024 trafen der VfR Mannheim und der TSV Essingen erstmals in einem Ligaspiel aufeinander. Die Bilanz spricht eindeutig für die Quadratestädter. Drei Siege stehen einem Unentschieden gegenüber. Einen Essinger Erfolg gab es bisher noch nicht. Eine weitere mutmachende Statistik: Beide Partien in Essingen konnte der VfR für sich entscheiden.
