Hinrundenbericht der Frauen- & Mädchenmannschaften

Die Hinrunde der Saison 2025/26 neigt sich dem Ende zu. Einige Teams der Frauen- und Mädchenabteilung beendeten ihre Runde bereits am vergangenen Samstag. Lediglich die D-Juniorinnen, die C1 sowie die Frauenmannschaft sind am kommenden Wochenende noch einmal im Einsatz.

E-Juniorinnen - Starker Auftritt der jüngsten Kickerinnen

Trainer Ismail Fidan konnte in allen Spielen auf einen breiten Kader zurückgreifen. Auch die Qualität im Team stimmte: Die E-Juniorinnen zeigten phasenweise begeisternden Offensivfußball, erzielten zahlreiche Tore und standen gleichzeitig defensiv sehr stabil.

D-Juniorinnen - Zurück in der Erfolgsspur

Nach der etwas enttäuschenden Vorsaison startete Cheftrainerin Sumeje Arifi mit viel Zuversicht in die neue Runde. Der jüngere Jahrgang 2014 war bereits gut vorbereitet, und der ältere Jahrgang wuchs im Sommer durch mehrere Neuzugänge.

Die Erwartungen erfüllten sich voll und ganz: Mit vier Siegen, einem Unentschieden und zwei knappen Niederlagen spielten die D-Juniorinnen eine starke Vorrunde. Vor dem letzten Spieltag liegen sie auf einem geteilten dritten Tabellenplatz – eine Platzierung, die sie voraussichtlich verteidigen können.

Die beiden Niederlagen waren aus Trainersicht vermeidbar, denn die Chancenverwertung blieb häufig hinter dem Aufwand zurück. Die Abschlussschwäche war der einzige echte Makel einer ansonsten sehr stabilen Mannschaft.

Der große Zulauf an Spielerinnen – inzwischen umfasst der Kader rund 25 Mädchen – macht es sehr wahrscheinlich, dass der VfR in der Rückrunde mit zwei D-Juniorinnen-Teams antritt.

C-Juniorinnen - Einziges Landesligateam mit zwei Mannschaften

Schon vor Ende der vergangenen Saison stieg die Zahl der Spielerinnen bei den C-Juniorinnen deutlich. Mit weiteren Aufrückerinnen aus der D-Jugend entschieden sich Lars Andersson und Fersun Ünsel dazu, erstmals eine C1 und C2 getrennt nach Jahrgängen zu melden – im Mädchenfußball eine Seltenheit. Tatsächlich war der VfR im Herbst der einzige Verein mit zwei Teams in den Landesligastaffeln.

C2 – Gute Entwicklung trotz körperlicher Nachteile

Der jüngere Jahrgang war teilweise neu, fand sich aber schnell zurecht. Gemeinsam mit dem übernommenen D-Juniorinnen-Stamm belegte die C2 am Ende Rang fünf (2 Siege, 1 Unentschieden, 4 Niederlagen).
Spielerisch waren viele Schritte nach vorn erkennbar. Nur gegen die körperlich deutlich überlegenen Teams aus Gorchheim und Odenheim setzte es klare Niederlagen.

C1 – Starke Defensive und Platz zwei vor dem Topspiel

Die C1 zeigte eine durchweg solide Hinrunde. Vor dem letzten Spiel stehen die VfR-Mädchen auf Tabellenplatz zwei und reisen zum unangefochtenen Spitzenreiter nach Hettingen – dem Topspiel der Staffel.

Die Schwachstelle liegt im Angriff: Das Toreschießen fällt schwer. Dafür steht die Defensive äußerst stabil: In fünf der bisherigen sieben Partien blieb die Mannschaft ohne Gegentor.

Bemerkenswert ist diese Leistung, weil rund die Hälfte des Kaders gleichzeitig auch in der B-Jugend eingesetzt werden musste.

B-Juniorinnen – Trotz Personalnot eine starke Staffel gespielt

Für das Trainerduo Philipp Theuerkorn und Lennart Hinz sah die Hinrunde zunächst schwierig aus. Die Jahrgänge 2009/10 waren ohnehin dünn besetzt, und bereits vor Saisonstart brach eine Leistungsträgerin weg. Verletzungen und schulische Belastungen reduzierten den Kader weiter.

Deshalb mussten viele C1-Spielerinnen zusätzlich in der B-Jugend aushelfen – mit doppelten Belastungen im Training und Spielbetrieb.

Trotz dieser Umstände spielte der VfR eine beeindruckende Runde: Vor dem letzten Spiel standen fünf Siege und nur eine Niederlage zu Buche. Am vergangenen Sonntag traf die Mannschaft dann auf den ungeschlagenen Spitzenreiter Astoria Walldorf. Mit einem Sieg wäre sogar ein geteilter Staffelsieg möglich gewesen.
Das spannende Duell endete verdientermaßen remis, auch wenn die VfR-Mädchen vier Minuten vor Schluss nur Zentimeter vom Sensationssieg entfernt waren – der Ball klatschte an den Pfosten.

Frauen – Schwieriger Start nach Wechsel aufs 11-er-Feld, aber Trend zeigt nach oben

Durch rund zehn Spielerinnen aus dem Jahrgang 2008, die aus der Jugend hochkamen, wagte der VfR in dieser Saison den Schritt aufs 11-er-Feld. Der Kader ist groß genug, doch eine echte Vorbereitung war aufgrund von Ferien und Urlaubszeiten kaum möglich.

Während die Frauen in der Rückrunde der Vorsaison die einzige ungeschlagene VfR-Mannschaft waren, verlief der Start in die neue Spielzeit deutlich holpriger: Die ersten sechs Spiele gingen verloren.
Doch lag das weniger an schlechten Leistungen, sondern an mehreren Herausforderungen:

  • Umstellung auf das größere Feld

  • sehr junger Kader mit vielen Spielerinnen im ersten Erwachsenenjahr

  • Verletzungen und Ausfälle, die ständige Änderungen der Startelf erzwangen

  • in einigen Partien (z. B. in Ketsch und gegen Laudenbach) fehlten zahlreiche Stammkräfte

Das größte Problem zu Beginn war das Spiel gegen den Ball sowie die körperliche Belastbarkeit. Oft hielt die Mannschaft 20 Minuten sehr gut mit, danach ließen die Kräfte nach und Fehler häuften sich. Zudem kam Pech dazu: In Waghäusl fiel das Gegentor klar aus Abseitsposition, eigene Chancen gingen hauchdünn vorbei.

Trotzdem sah das Trainerteam Schwarz/Andersson deutliche Fortschritte im Training und blieb optimistisch.

Am 7. Spieltag platzte schließlich der Knoten: Nach einem 1:3-Rückstand gegen Oftersheim kämpften sich die VfR-Frauen zurück und holten beim 3:3 den ersten Punkt.
Am vergangenen Sonntag folgte dann der erste Sieg – und der fiel mit einem zweistelligen Ergebnis gegen ersatzgeschwächte Gäste aus Reilingen deutlich aus.

Am letzten Spieltag führt die Reise zum Heidelberg SC 2. Eine Fortsetzung der positiven Entwicklung ist absolut möglich. Besonders aber blicken Schwarz und Andersson auf die Winterpause: Mit einer vollständigen, strukturierten Vorbereitung trauen sie ihrer Mannschaft in der Rückrunde deutlich mehr Punkte zu.

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