Mit breiter Brust in den Schwarzwald

Der VfR gastiert nach starker Leistung gegen Pforzheim beim „verschworenen Haufen“ in Oberachern. Pokalhalbfinale in Sandhausen

(mk) Zum Abschluss der Hinrunde ist der VfR Mannheim am Samstag (14.30 Uhr) beim Tabellensechsten SV Oberachern gefordert. Alle wichtigen Informationen sind im Folgenden zusammengefasst.

Der Gegner
Mit dem SV Oberachern wartet auf den VfR Mannheim eine nur schwer zu bezwingende Mannschaft. In den bisherigen 16 Ligapartien verließ der SVO lediglich vier Mal als Verlierer den Platz. Dieser Wert kann nur von den Top-Drei-Teams der Liga übertroffen werden. Während der Drittplatzierte Essingen drei Mal unterlag, verlor der VfR Mannheim zwei seiner Partien. Ligaprimus VfR Aalen unterlag bisher sogar noch kein einziges Mal. Bei diesem VfR Aalen musste Oberachern vergangenes Wochenende nach zuvor vier Partien ohne Niederlage (3/1/0) ordentlich Lehrgeld zahlen. Eine gute halbe Stunde hielt der SVO vor mehr als 1400 Zuschauern gut dagegen, doch nach dem 0:1 durch Benjamin Kindsvater (33.) entwickelte sich das Spiel zu einer einseitigen Angelegenheit für den Spitzenreiter. Am Samstag ist der SVO wieder vor heimischem Publikum gefordert. In dieser Saison enden Spiele auf dem Oberachener Sportplatz häufig unentschieden. Fünf Punkteteilungen im eigenen Stadion sind aktuell Ligahöchstwert. Top-Torschütze des SV Oberachern ist aktuell Marin Stefotic mit acht Treffern.

Stimmen zum Spiel
Aufgrund eines seit Wochen anhaltenden Positivtrends (4-1-0) wird der VfR mit viel Selbstvertrauen die Reise in den nördlichen Schwarzwald antreten. Vergangenes Wochenende feierten die Quadratestädter einen überzeugenden 4:1 (2:1)-Erfolg gegen den 1. CfR Pforzheim und legten speziell in den ersten 45 Minuten einen exzellenten Auftritt hin. „Das war eine top erste Halbzeit und generell ein sehr starkes Spiel“, lobt Cheftrainer Marcel Abele. „Solch einen anspruchsvollen Gegner in dieser Höhe zu schlagen, ist schon ein Statement, über das wir uns sehr freuen. Aktuell lassen die Jungs den Ball wirklich ordentlich laufen. Sie befinden sich in einer absoluten Top-Verfassung.“ Abele betont mit Blick auf das Spiel im nördlichen Schwarzwald jedoch auch, dass es eine ziemlich harte Nuss zu knacken gilt. „Oberachern ist eine richtig gute Mannschaft und ein verschworener Haufen“, erklärt der VfR-Coach. „Selbstverständlich werden wir mit einer gehörigen Portion Respekt dahin fahren. Gleichzeitig haben wir uns Oberachern aber bereits angeguckt und analysiert. Dementsprechend werden wir schon eine Gegenstrategie entwickeln.“ Sollten die Rasenspieler mit drei Punkten im Gepäck die Heimreise in die Quadratestadt antreten, würden sie die Hinrunde der Oberliga Baden-Württemberg mit sage und schreibe 41 Punkten abschließen. „Das war einfach eine hervorragende Halbserie“,  hält Abele fest.

Personalsituation
Neben Robin Becker, Volkan Rona und Enes Tubluk wird auch Sven Mende verletzungsbedingt ausfallen. Mende zog sich vergangenen Samstag beim Heimspiel gegen den 1. CfR Pforzheim einen Mittelfußbruch zu. „Sven war zuletzt richtig gut drin“, bedauert Abele den Ausfall seines Mittelfeldspielers nicht nur menschlich, sondern auch sportlich. „Er wird uns sehr fehlen, aber wir müssen es kompensieren“, so der Chefcoach. Isaac Okwubor wird nach seiner leichten Schulterverletzung wieder in die Mannschaft stoßen.

Bilanz
Wenn der VfR Mannheim und der SV Oberachern in der Vergangenheit aufeinandertrafen, endete die Partie meistens mit einer Punkteteilung. In den bisherigen sechs Duellen konnte der VfR nur in der Saison 2013/2014 in Oberachern gewinnen (2:0). Der SVO setzte sich wiederum nur in der Spielzeit 2023/2024 einmal beim VfR durch (1:2). Die restlichen vier Partien mündeten in einem Unentschieden. 

Pokal
Nachdem sich am Mittwochabend der Drittligist SV Waldhof Mannheim gegen den FC Astoria Walldorf mit 4:1 n.V. (1:1) durchsetzte, wurden im Carl-Benz-Stadion die Halbfinalpartien des badfv-Pokals ausgelost. Für den VfR Mannheim wird es ein Gastspiel beim Regionalligisten SV Sandhausen geben. Erstmals seit zwölf Jahren sind die Blau-Weiß-Roten wieder in die Vorschlussrunde des Verbandspokals vorgestoßen. Der exakte Termin für das Duell bei den Hardtwäldern wird rechtzeitig bekannt gegeben.

Foto: Edmund Nohe

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