Relegationsplatz de facto gesichert

VfR Mannheim erkämpft sich ein Remis beim FC 08 Villingen

(mk) Dank einer späten Aufholjagd und dem damit verbundenen 3:3 (1:1)-Unentschieden beim FC 08 Villingen fuhr der VfR Mannheim den höchstwahrscheinlich finalen Punkt zur Sicherung des Aufstiegsrelegationsplatzes ein. Drei Spieltage vor Schluss verfügen die Blau-Weiß-Roten über einen Neun-Punkte-Vorsprung auf den Drittplatzierten FC Nöttingen und weisen darüber hinaus ein wesentlich besseres Torverhältnis auf. „Ich glaube, wir können jetzt den Haken an die Relegation machen. Daher war der Punkt in Villingen nochmals wichtig“, gibt sich auch VfR-Cheftrainer Marcel Abele optimistisch.

Die 334 Zuschauer sahen in der ehemaligen Reichsstadt ein ebenso zerfahrenes wie intensives Fußballspiel. In den ersten 20 Minuten taten sich die Quadratestädter schwer. Zwar konnten die Blau-Weiß-Roten teilweise hohe Ballgewinne für sich verbuchen, allerdings fehlte im Spielaufbau die notwendige Präzision. Gleichzeitig boten diagonale Verlagerungen den Villingern stets die Möglichkeit, ihrerseits für Gefahr zu sorgen. In der 19. Minute bescherte Gian-Luca Feißt den Gastgebern mit einer kurios abgefälschten Bogenlampe die Führung. Abele sah sich dazu veranlasst, taktische Änderungen vorzunehmen. „Wir mussten etwas an der Statik ändern und haben daher früh gewechselt“, erklärt der Coach.

Diese Maßnahme trug rasch Früchte. Gegen Mitte der ersten Halbzeit bestimmten die Quadratestädter zunehmend das Spielgeschehen und glichen schließlich durch Pasqual Pander aus (29.). „Ab diesem Zeitpunkt hatten wir vermehrt die Kontrolle“, hält Abele fest.
Auch nach Wiederanpfiff blieb der VfR am Drücker. Zwar mussten feldüberlegene Rasenspieler stets auf schnelle Umschaltmomente der Gastgeber achten, gleichzeitig erarbeitete sich der VfR einige Chancen. In der Villinger MS-Technologiearena lag eigentlich die Mannheimer Führung in der Luft, doch in einer turbulenten Schlussviertelstunde ging zunächst der FCV durch einen Doppelschlag von Gian-Luca Feißt mit 1:3 (77., 79.) in Front. „Diese Gegentreffer kassierten wir fast aus dem Nichts“, merkt Abele an und gesteht: „Wir mussten uns schon ein wenig schütteln.“

Da die Blau-Weiß-Roten jedoch keineswegs mit einer Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten wollten, mobilisierten sie in den letzten Minuten nochmals sämtliche Kräfte. Kevin Krüger verkürzte auf 2:3 (88.) und leitete somit eine packende Schlussphase ein. Die Mannheimer drückten nun auf den Ausgleich, während Villingen auf sich bietende Kontergelegenheiten spekulierte. Kurz vor Abpfiff landete der Ball schließlich vor den Füßen des eingewechselten Lennart Thum, der das Spielgerät zum vielumjubelten Ausgleich im Tor unterbrachte. Auch wenn das 3:3 erst zum spätestmöglichen Zeitpunkt fiel, sprach Abele von einem gerechten Punktgewinn im Südschwarzwald. „Wir haben gute Moral bewiesen und das Glück ein Stück weit erzwungen. Daher nehmen wir auch einen verdienten Punkt mit“, so der Cheftrainer.
Bereits am Mittwoch (19 Uhr) sind die Blau-Weiß-Roten wieder auswärts gefordert. Dieses Mal reisen die Mannheimer nach Pforzheim.

Steno:
Aufstellung VfR Mannheim: Nreca-Bisinger – Stellwagen, Mißbach, Kuhn, Akoto (23. Krüger), Marx, Sentürk (84. Thum), Paraschiv, Pander, Veselaj (58. Berko), Kadner (84. Seifert)

Aufstellung FC 08 Villingen: Hoxha – Haller (71. Hug), Krieger, Busam, Pintidis (71. Tadic), Derflinger (71. Y. Spät), Glück, Müller, Albrecht (71. J. Spät), Liserra, Feißt

Tore:
• 1:0 Feißt (19.)
• 1:1 Pander (29.)
• 2:1 Feißt (77.)
• 3:1 Feißt (79.)
• 3:2 Krüger (88.)
• 3:3 Thum (90.+4)
Schiedsrichter: Nico Nemtinow
Zuschauer: 334

 

 

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