Souveräner Heimsieg

VfR schlägt Bietigheim-Bissingen klar mit 3:0

Nach 90 einseitigen Minuten durften die Spieler des VfR Mannheim ihre Arme wieder in die Höhe reißen. Souverän bezwangen die Blau-Weiß-Roten den FSV 08 Bietigheim-Bissingen vor mehr als 300 Zuschauern mit 3:0 (1:0). Aufgrund des vierten Sieges in Serie festigten die Rasenspieler auch den zweiten Tabellenplatz in der Oberliga Baden-Württemberg. Dementsprechend zufrieden war auch VfR-Coach Marcel Abele nach Abpfiff. „Das war für mich ein verdienter und dominanter Sieg. Glückwunsch an die Jungs“, so der VfR-Trainer.

Der VfR gab von Beginn an den Takt vor und schnürte Bissingen in der eigenen Hälfte ein. Bereits nach fünf Minuten ging erstmals ein Raunen durch das Stadion. Kevin Krüger prüfte Bissingens Schlussmann Sven Burkhardt mit einem wuchtigen Distanzschuss. Burkhardt machte sich lang und parierte prächtig. Es sollte nicht die letzte starke Parade des 42-jährigen Schlussmanns an diesem Nachmittag bleiben. Kontinuierlich erhöhten die Rasenspieler den Druck auf das gegnerische Gehäuse. Chancen, bereits in der Anfangsphase den Führungstreffer zu markieren, waren vorhanden: Essweins Abschluss aus gut 16 Metern konnte noch zur Ecke geklärt werden (8.), während Lennart Thum nach einem Vertikalpass von Alexandru Paraschiv in Burkhardt seinen Meister fand (18.). Im Stadion machte bereits das Wort „Chancenwucher“ die Runde. Abele merkte ebenfalls an, dass an der Effizienz noch gearbeitet werden muss. „Wir haben wieder zu viele Hochkaräter liegen gelassen“, stellte er fest.

In Anbetracht des Spielverlaufs schien der Mannheimer Führungstreffer dennoch nur eine Frage der Zeit zu sein. Der VfR hatte mehr Ballbesitz und kombinierte sich permanent in Richtung des gegnerischen Strafraums. Bissingen konnte sich kaum noch befreien. Nach einer knappen halben Stunde profitierte Alexandru Paraschiv von einem verunglückten Bissinger Befreiungsschlag und vollendete im gegnerischen Sechzehner zur überfälligen Führung (27.).

Nach dem 1:0 blieb der VfR weiterhin agil und drängte auf das zweite Tor. Krüger versuchte sein Glück erneut aus der Distanz, aber der Abschluss segelte über das Gehäuse (32.). Die beste Gelegenheit auf das 2:0 hatte allerdings Lennart Thum. Bissingens Verteidigung verschätzte sich bei einer Hereingabe von Pasqual Pander und ermöglichte dem blau-weiß-roten Mittelstürmer somit eine Großchance. Doch erneut war bei Burkhardt Endstation. Der Gästekeeper reagierte prächtig und klärte zu einer Ecke (45.+1).

Zu Beginn der zweiten Halbzeit hatten die Gäste ihre beste Phase der Partie. Der eingewechselte Max Stumm zog aus gut 16 Metern ab und verbuchte den ersten nennenswerten Abschluss Bissingens. Die Schwaben fanden nun etwas besser ins Spiel und hatten nach einer knappen Stunde die Gelegenheit, den Ausgleich herzustellen, doch VfR-Keeper David Nreca-Bisinger klärte einen Schuss aus kurzer Distanz zur Ecke (57.). Nervosität keimte beim blau-weiß-roten Anhang auf, als Thum nach einer Auseinandersetzung mit seinem Gegenspieler des Feldes verwiesen wurde (64.). Es waren noch mehr als 25 Minuten regulär zu spielen und der nun in Unterzahl agierende VfR führte trotz eines überwältigenden Chancenplus nur mit 1:0. Sollte noch einmal das große Zittern starten? Die Antwort lautete: Nein. Bissingen konnte aus der numerischen Überzahl kein Kapital schlagen. Stattdessen bekam Pasqual Pander sechs Minuten nach dem Platzverweis einen langen Ball serviert, lief daraufhin frei auf das gegnerische Gehäuse zu und vollendete mit einem präzisen Abschluss ins lange Eck zum 2:0 (70.). „Es war sehr wichtig, dass wir das zweite Tor nachlegen und darüber hinaus sauber verteidigen. Das ist uns gelungen“, erläuterte Abele zufrieden.

Bissingens Widerstand war nun gebrochen. Der VfR behielt die Kontrolle und erhöhte in der Nachspielzeit auf 3:0. Vincent Hofer verwertete eine Hereingabe von Tim Seifert zum Endstand (90.). Somit ist es den Rasenspielern trotz ausbaufähiger Chancenverwertung geglückt, drei Treffer zu erzielen. „Natürlich ist das auch Jammern auf hohem Niveau“, sieht Abele hier ein kleines Luxusproblem. „Wir haben eine Vielzahl an Torchancen herausgespielt und insgesamt drei verwertet. Das ist gar nicht so schlecht. Ich glaube aber trotzdem, dass wir den Deckel früher draufmachen können“, so der VfR-Coach. Übrigens blieb der VfR gegen Bissingen im vierten Ligaspiel in Serie ohne Gegentor.

Kommenden Mittwoch (18 Uhr) steht bereits das nächste Ligaspiel an. Die Rasenspieler sind beim 1. FC Normannia Gmünd gefordert. Nun steht vor allem die Regeneration im Fokus.

Steno:

Aufstellung VfR Mannheim: Nreca-Bisinger, Sentürk (86. Seifert), Kuhn, Mißbach, Akoto, Marx, Krüger (88. Hofer), Paraschiv (61. Tubluk), Esswein (77. Mende), Pander (84. Veselaj), Thum

Aufstellung FSV 08 Bietigheim-Bissingen: Burkhardt, Fitze (76. Sirianni), Keklik, Götz, Uslu (46. Tenger), Yalcin (65. Di Stefano), Albrecht, Lorch (82. Mouhssine), Scheele (46. Stumm), Keklik, Dautaj

Tore: 1:0 Paraschiv (27.), 2:0 Pander (70.), 3:0 Hofer (90.)

Bes. Vorkommnis: Rote Karte für Thum (VfR Mannheim, 64.)

Zuschauer: 305

Schiedsrichter: Julian Gumz

Fotos: Edmund Nohe

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