Traumstart in die Aufstiegsspiele
VfR Mannheim bezwingt FC Eddersheim deutlich mit 4:1 (2:1)
(mk) Der erste Schritt in den Aufstiegsspielen ist gemacht. Nach einer starken Vorstellung bezwang der VfR Mannheim vor 2.913 Zuschauern im heimischen Rhein-Neckar-Stadion den hessischen Vertreter FC Eddersheim mit 4:1 (2:1) und schuf sich somit eine exzellente Ausgangssituation für das am kommenden Mittwoch um 19 Uhr stattfindende Spiel beim FK Pirmasens. „Das war ein verdienter Sieg“, zeigte sich auch VfR-Trainer Marcel Abele mit Leistung und Resultat zufrieden.
Von der ersten Minute an präsentierten sich die Blau-Weiß-Roten von einer sehr guten Seite. Griffig in den Zweikämpfen provozierte die Abele-Elf den Gegner zu Fehlern und erarbeitete sich früh erste Torgelegenheiten. Bereits nach zehn Minuten hätte Luca Stellwagen den VfR mit 1:0 in Führung schießen können, doch sein Abschluss aus kurzer Distanz landete am Pfosten (10.). Der Nachschuss ging am Tor vorbei. Dass Eddersheim jedoch ebenfalls über fußballerische Qualitäten verfügt, offenbarte sich wenige Minuten später. Plötzlich hätte Simon Lüders mit ein wenig mehr Präzision den Spielverlauf auf den Kopf stellen können, allerdings segelte sein Abschluss am Tor vorbei (14.).
Trotz der vielversprechenden Gästechance blieb der VfR weiterhin ballsicherer, zweikampfstärker und somit auch gefährlicher. Teamkapitän Alexander Esswein hatte nach gut 20 Minuten die Führung auf dem Schlappen. Seine Gegenspieler ließ er nach einem ansehnlichen Solo stehen, Torhüter Felix Koob war ebenfalls schon geschlagen, doch ein Eddersheimer Verteidiger kratzte Essweins Abschluss mit dem Kopf von der Linie (21.). Die VfR-Führung lag nun in der Luft und fiel wenige Zeigerumdrehungen später durch Lennart Thum. Mannheims Mittelstürmer wurde von Esswein bedient und schob den Ball von der linken Strafraumkante ins lange Eck ein (25.). „Das 1:0 ging zu diesem Zeitpunkt völlig in Ordnung“, hielt Abele fest. „Zuvor hatten wir zwei Großchancen liegengelassen, aber die Jungs sind scharf geblieben“, so der Coach.
Eddersheim zeigte sich vom Rückstand jedoch unbeeindruckt. Die Hessen blieben ruhig und erzielten sieben Minuten später den sich nicht abzeichnenden Ausgleichstreffer. Demyan Imek vollendete einen Eddersheimer Konter mit einem gefühlvollen Heber zum 1:1 (32.). Für einen kurzen Moment herrschte leichte Nervosität im blau-weiß-roten Lager. Der Ausgleich fiel aus dem Nichts, nagte ein wenig an der Mannschaft und ärgerte auch Abele. Aus seiner Perspektive fiel der Treffer viel zu schnell. „An dieser Stelle kann so ein Spiel auch in eine andere Richtung kippen“, merkte er kritisch an.
Doch seine Mannschaft bewies in der heikelsten Phase der Partie nicht nur fußballerische Klasse, sondern auch mentale Stärke. Kurz vor dem Pausenpfiff wurde Kevin Krüger im Strafraum angespielt, setzte sich robust gegen seinen Gegenspieler durch und stellte die verdiente Führung wieder her (43.).
Nach Wiederanpfiff lieferten sich beide Mannschaften zunächst einen offenen Schlagabtausch. Eddersheim war sichtlich gewillt, erneut auszugleichen, allerdings stand der VfR stabil und ließ abgesehen von einem undankbaren Abschluss von Nils Fischer (58.) wenig zu. Da sich die Rasenspieler jedoch nicht auf Ergebnisverwaltung fokussierten, blieben sie weiterhin stets torgefährlich. Nach einer guten Stunde offenbarte sich die Mannheimer Stärke nach ruhenden Bällen. Christian Kuhn sprang nach einer Ecke von Alexander Esswein am höchsten und drückte das Leder per Kopf hinter die Linie zum vorentscheidenden 3:1 (61.).
Mit der Zwei-Tore-Führung im Rücken drehten die Blau-Weiß-Roten in der Schlussphase nochmals auf. Nach einem eleganten Außenristpass von Alexandru Paraschiv sprintete Thum die Grundlinie entlang und bediente den im Zentrum positionierten Teamkollegen Pasqual Pander. Dieser schob aus kurzer Distanz ein und erzielte den vierten Mannheimer Treffer des Nachmittags (79.). In der Schlussphase der Begegnung bot sich für den VfR sogar die Chance, den fünften Treffer nachzulegen. Am Ende jubelten die Blau-Weiß-Roten jedoch über einen rundum zufriedenstellenden 4:1-Erfolg. „Mit der Art und Weise, wie die Jungs aufgetreten sind, war ich komplett einverstanden“, lobte Abele den Gesamtauftritt seiner Mannschaft vor sage und schreibe 2.913 Zuschauern. „Es war sehr schön von unten zu sehen, welche Energie dieses Stadion entfalten kann, wenn es voll ist“, hatte Mannheims Cheftrainer auch noch warme Worte für das Publikum parat. An diesem etwas verregneten Fronleichnam-Nachmittag passte ziemlich vieles im Rhein-Neckar-Stadion zusammen.
In Pirmasens möchte man nun die sehr starke Saison 2025/2026 mit dem großen Erfolg krönen. „Wir sind erst komplett zufrieden, wenn wir aufsteigen“, betonte der blau-weiß-rote Chefcoach mit Blick auf das große Finale am Mittwoch in Pirmasens.
Steno:
Aufstellung VfR Mannheim: Nreca-Bisinger – Stellwagen (75. Seifert), Sentürk, Kuhn, Akoto – Krüger (90. Mende), Marx – Paraschiv (90. Tubluk), Esswein, Pander (82. Berko) – Thum (C. Becker).
Aufstellung FC Eddersheim: Koob – Velosa, Thomasberger, Schur (32. Klimmek/64. Vassiliou), Schmitt – Schorr, Lüders (73. Kraus) – Imek, Park (73. Kohlbacher), Arthee (73. Voit) – Fischer.
Tore: 1:0 Thum (25.) 1:1 Imek (32.) 2:1 Krüger (43.) 3:1 Kuhn (61.) 4:1 Pander (79.)
Zuschauer: 2.913
Schiedsrichter: Jan-Vincent Ritter
Fotos: Edmund Nohe







































