VfR mit voller Punktausbeute

Munterer Schlagabtausch beim 4:1-Sieg in Singen

(tb) Der VfR Mannheim hat die Auswärtsaufgabe beim Türkischen SV Singen souverän gelöst und befindet sich weiter auf Relegationskurs zum Aufstieg in die Regionalliga.

Der TSV Singen begann stürmisch und kam bereits in der 3. Minute zum ersten Torschuss, der aber VfR-Schlussmann David Nreca-Bisinger vor keine Probleme stellte. Der VfR tastete sich nach und nach ins Spiel hinein und zeigte sich in der 12. Minute nach einem Ballverlust des TSV hellwach. Umgehend landete das Leder in der Spitze bei Enes Tubluk, der den freistehenden Tim Seifert bediente, dessen präziser Schuss zur VfR-Führung einschlug.

Unmittelbar nach dem Wiederanstoß kam Alexander Esswein in Ballbesitz, Dieser erkannte die weit vorgeschobene Position des TSV-Torhüters, hielt aus ca. 35 Metern einfach mal drauf und verfehlte das TSV-Gehäuse nur knapp. Kurz darauf kombinierten sich die Singener ansehnlich vor das Gästetor. Mokhtar Boulachab passte nach innen und VfR-Innenverteidiger Umut Sentürk lenkte den Ball unglücklich ins eigene Tor zum Ausgleich. Nur drei Minuten später stellte der VfR den alten Abstand wieder her. Pasqual Pander wurde auf Höhe der Mittellinie auf die Reise geschickt, setzte sich durch und vollstreckte mit einem trockenen Schuss zur erneuten VfR-Führung.

Bis zum Halbzeitpfiff entwickelte sich ein munteres Hin und Her mit vielen Torszenen auf beiden Seiten. Unmittelbar nach dem 1:2 traf der VfR den Torpfosten (20.), Tubluk schoss von der Strafraumgrenze aus am Tor vorbei (30.), Pasqual Pander traf nach Tubluk-Zuspiel die Latte (36.) und prüfte TSV-Torhüter Barjasic per Kopfball (40.). Aber auch die Gastgeber spielten nach vorne und kamen zu Gelegenheiten in den Minuten 33, 35 und 37, als deren Abschlüsse das VfR-Tor teils knapp verfehlten.

Der TSV startete in den 2. Durchgang mit viel Vorwärtsdrang, kam jedoch gegen die gut verteidigende VfR-Abwehr kaum zu guten Einschussmöglichkeiten. In Minute 66 schlug der VfR dann erneut zu. Lennart Thum bediente den an der Strafraumgrenze lauernden Kevin Krüger, der den Ball mit einem Präzisionsschuss zum 1:3 im Singener Tor unterbrachte.

Der TSV ließ jetzt in seinen Bemühungen nach und der VfR ließ Ball und Gegner laufen. In der 83. Minute sorgte Singens Karacan unfreiwillig für den Endstand, als ihm ein Flachpass des eingewechselten Shaban Veselaj an den Fuß und von dort ins eigene Gehäuse zum zweiten Eigentor des Tages sprang. In der Nachspielzeit hatte Leo Wemhoener noch eine gute Möglichkeit, ließ aber den Ball von der Stirn rutschen. Kurz vor Spielende grätschte Singens Gianluca Serpa von hinten in die Beine des aufs Tor zustürmenden Umut Sentürk und sah dafür vom gut leitenden Schiedsrichter Fronmüller die Rote Karte. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt längst entschieden.

Aufstellung Türkischer SV Singen:
Barjasic – Almeida, Serpa, Hamdushi, Emminger, Karacan (85. Ileri), Boulachab (75. Dumitru), Zidan (63. Zimmermann), Koyuncuoglu, Coulibaly (57. Öztürk), Güzeldal

Aufstellung VfR:
Nreca-Bisinger – Akoto, Kuhn, Sentürk – Marx, Mende, Seifert (46. Krüger), – Tubluk (58. Rona), Esswein (79. Wemhoener) – Pander (75. Okwubor), Thum (81. Veselaj)

Tore:
0:1 Seifert (12.)
1:1 Sentürk (15. Eigentor)
1:2 Pander (17.)
1:3 Krüger (66.)
1:4 Karacan (84. Eigentor)

besondere Vorkommnisse
Rote Karte für Süleyman Karacan (90. + 3)

Schiedsrichter:
Pirmin Phil Fronmüller, TSV Gussenstadt

Fotos: Edmund Nohe

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